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Lehmsteine sind gegen ablaufendes Wasser und starke Durchfeuchtung empfindlich, nicht aber gegen erhöhte Luftfeuchtigkeit. Sie bieten entscheidende Vorteile gegenüber vielen anderen Steinen und Mauerziegel,
insbesondere durch ihre sehr gute Wärmespeicherung und Diffusionsoffenheit. So heizen sich die Steine aufgrund der Sonneneinstrahlung oder Heizungswärme auf und geben die gespeicherte Wärme
nachts langsam an die Umgebung ab. Dadurch bleibt es in einem aus Lehm-Steinen errichteten Gebäude tagsüber im Sommer schön kühl. Es gibt viel verschiedene Lehmsteinsorten wie z.B. Lehmziegel, Lehmquader, Lehmbatzen oder Grünlinge. Diese werden im heutigen modernen Lehmbau in zwei entscheidene Kategorien unterteilt. So wird unterschieden in Lehmsteine der Anwendungsklasse I die für verputztes, der Witterung ausgesetztes Außenmauerwerk eingesetzt werden können und Lehmsteine der Anwendungsklasse II die ihre Verwendung für Innenmauerwerk und in Trockenbauwänden finden. Die Eignung von Lehmsteine für eine Anwendungsklasse ist von ihren
Eigenschaften abhängig, diese werden von der Zusammensetzung und dem
Herstellverfahren bestimmt.
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